Gemeindecaritas

„Der Caritasverband ergänzt und unterstützt die vielfältigen Dienste der Caritas in den Pfarrgemeinden“
(Leitbild, Caritasverband für das Erzbistum Paderborn).

Er stärkt und regt die Arbeit in den Gemeinden an und möchte damit einen Beitrag zum Aufbau der Gemeinden und damit zur konkreten Ausformung der diakonischen Grundfunktion der Kirche leisten. Der Fachbereich Gemeindecaritas ist in besonderer Weise geeignet, diesen Auftrag effektiv zu erfüllen und auf neue Herausforderungen im Beziehungsfeld von Caritasverband und Pfarrgemeinde zu reagieren. Bei der Darstellung des Fachdienstes Gemeindecaritas sind zwei wesentliche Dinge zu benennen. Ganz entscheidend ist die Vielzahl der Menschen in den Kirchengemeinden, die ehrenamtlich in diesem Bereich tätig sind. Außerdem stellt „Caritas“ neben „Verkündigung“ und „Liturgie“ eine Grundfunktion von Kirche und Gemeinden dar. An dieser Grundfunktion wirkt der katholische Wohlfahrtsverband auf vielfältige Weise mit und fördert die Idee, auf neue Art Kirche zu sein.

Die Umsetzung dieses Auftrags erfordert eine enge Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen in den Gemeinden, anderen sozial-caritativ tätigen Gruppen und Verbänden, Betroffenen sowie Hauptamtlichen der verschiedenen (kirchlichen) Arbeitsfelder. Im Vordergrund der Arbeit in diesem Bereich steht verstärkt der gemeinsame Auftrag von Verband und Gemeinde. Der Begriff „Gemeinde“ ist nicht auf die einzelne Pfarrgemeinde begrenzt, sondern Gemeinden schließen sich zu Seelsorgeeinheiten und pastoralen Räumen zusammen. Für die soziale Arbeit der Kirche ist das sehr hilfreich. Die Herausforderungen im Gemeinwesen können auf diese Weise aktiv gestaltet werden. Wenn im weiteren von „Gemeinde“ gesprochen wird, sind diese übergemeindlichen Zusammenschlüsse und Handlungsmöglichkeiten immer mitzudenken.

Unter „Gemeinwesen“ oder „Sozialraum“ wird das territoriale Lebensumfeld von Personen verstanden – das Wohnquartier, der Bezirk der Kirchengemeinde, der Stadtteil. Pfarrgemeinden sind eingebunden in einen Lebensraum mit sozialer Infrastruktur und nachbarschaftlichen Netzwerken.

Eine der grundlegenden Aufgaben ist die professionelle Unterstützung, Förderung und Begleitung von sowie die Zusammenarbeit mit freiwillig und beruflich tätigen Menschen in der Pastoral, im sozialkirchlichen Netzwerk, im Gemeinwesen und im Caritasverband. Dies geschieht mit sozialarbeiterischen, sozialpädagogischen und theologischen Kenntnissen, Kompetenzen, Fähigkeiten, Fertigkeiten und Methoden. Ziel ist es, Maßnahmen, Aufgaben, Dienste, Projekte, Initiativen, Einrichtungen, Gremien und Vereine zu gründen und weiterzuentwickeln. Dies ist übrigens die Aufgabe des Grunddienstes Gemeindecaritas in jedem Caritasverband. Der Grunddienst Gemeindecaritas wird auf dreifache Weise verwirklicht: Der fachlich qualifizierte Dienst Gemeindecaritas ist der primäre Kooperationspartner und Initiator dieser Basisarbeit des Caritasverbandes (externe Aufgabe). Unterstützt wird der Dienst durch die interne Beratung der anderen Fachdienste und Einrichtungen innerhalb des Caritasverbandes (interne Aufgabe). Grundlegend ist die Gemeinde- und Gemeinwesenorientierung aller Fachdienste und Einrichtungen.

Es ist Aufgabe aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, daran mitzuwirken.

Im Folgenden sind einige konkrete Aufgabenstellungen in der Schnittstelle zwischen ehrenamtlicher und hauptamtlicher Caritasarbeit aufgeführt:

  • Anlass- und projektbezogene Mitarbeit in den Gremien und Ausschüssen der Pfarrgemeinden und Seelsorgeeinheiten wie Pfarrgemeinderat, Sachausschuss „Caritas und soziale Dienste“, Katholikenrat und Kirchenvorstand.
  • Initiierung, Beratung, Begleitung und Mitwirkung bei/von einzelnen freiwillig und/oder beruflich tätigen Personen, Gruppen, Initiativen und Projekten im Gemeinwesen (z. B. Soziale Stadt, Stadtteilarbeit in Stadtteilhäusern) und im kirchlichen Bereich.
  • Informationsweitergabe zu gesellschaftlichen und kirchlichen Fragestellungen im sozialen Bereich. Initiierung, Beratung, Begleitung und Mitwirkung von/bei unterschiedlicher Formen von Freiwilligenberatung und -vermittlung (z. B. Freiwilligenzentren und – börsen).
  • Initiierung, Beratung, Begleitung und Mitwirkung von/bei Formen missionarischer Kirche, z. B. Arbeitsgruppen „Pastorale Räume“, Citypastoral.
  • Vertretung von kirchlichen Gruppen, Gremien und Einrichtungen im politischen Bereich, z.B. im Jugendhilfeausschuss, für Kindertagesstätten.
  • Vorbereitung und/oder Durchführung von Fortbildungen und Besinnungstagen.
  • Förderung und Begleitung der Selbstorganisation und –vertretung von benachteiligten Menschen im kirchlichen Bereich und im Gemeinwesen.
  • Förderung und Begleitung der Selbstorganisation und -vertretung von freiwillig tätigen Menschen im Gemeinwesen und kirchlichen Bereich (z. B. der Caritas-Konferenzen).
  • Unterstützung in allen Fragen der freiwilligen, sozialen Arbeit in der Kirche.
  • Unterstützung bei sozial-politischen Aktionen und bei der Öffentlichkeitsarbeit.
  • Mitwirkung in den Bereichen „Liturgie“ und „Verkündigung“.
  • Beteiligung an Bildungsmaßnahmen zum Themenfeld „Diakonie“.
  • Christliche Deutung des diakonischen Handelns.
  • Unterstützung bei der Durchfiihrung von Sammlungen.
  • Gewinnung neuer freiwilliger Mitarbeiter/innen.
  • Aktive Mitarbeit in den Gremien des Dekanates (Dies und Dekanatsrat).

Ansprechpartner:


Heinz Dargel
Telefon: 0421 / 66 07 70
h.dargel@caritas-bremen-nord.de

Caritasverband für das Dekanat Bremen-Nord e.V.
Gerhard-Rohlfs-Str. 17/18
28757 Bremen